Wie entsteht Diabetes?

Februar 7, 2009 on 12:36 am | In Gesundheitslexikon für Senioren | Keine Kommentare

Diabetes mellitus, dies ist die Fachbezeichnung für die Zuckerkrankheit, bedeutet »honigsüßer Durchlauf«. Ein Name, der von der früher üblichen Methode herrührt, einen Diabetes zu erkennen, indem man den Urin “kostete”. Schmeckte er süß, war die Diagnose Diabetes.

Unser Organismus verliert über die Nieren Zucker. Erwünscht ist dies allerdings nicht, da der Zucker den Zellen des menschlichen Körpers als wichtiger Energielieferant dient. Um in die Zellen hineinzugelangen, braucht der Zucker jedoch einen Schlüssel, der ihm die Zelltüren aufschließt. Diesen Schlüssel bzw. das Hormon nennt man Insulin. Es wird von der Bauchspeicheldrüse hergestellt.

Beim vor allem im Kindes- und Jugendalter auftretenden Typ-1-Diabetes ist der Insulinschlüssel verloren gegangen. Ohne Therapie stirbt ein Typ-1-Diabetiker, weil auf Grund des absoluten Insulinmangels keine Chance besteht, den Körperzellen Energie aus Zucker zuzuführen. Aus diesem Grund hilft beim Typ-1-Diabetes ausschließlich nur der Ersatz von Insulin, indem man dem Körper spritzt.

Anders beim Typ-2-Diabetes, hier nimmt die Anzahl der Insulinschlüssel mit der Zeit ab. Zudem verformen sich die Zellschlösser, sodass die Schlüssel nicht mehr exakt passen. Die Therapie erfolgt deshalb entlang dem Prozess der Krankheit.

Noch keine Kommentare

TrackBack URI

keine Kommentare möglich