Was ist Osteoporose?

Februar 20, 2009 on 12:04 am | In Gesundheitslexikon für Senioren | Keine Kommentare

Unter Osteoporose versteht man eine große, deutsche Volkskrankheit, die auch unter dem Namen “Knochenschwund” bekannt ist. Darunter ist die degenerative Veränderung des Knochens. Der Knochen ist ein Gewebe, was sich in einem ständigen Umbau- und Veränderungsprozess befindet.

Bei jungen Menschen steht der Knochenaufbau und der Knochenabbau in einem ausgewogenen Verhältnis. D.h. es wird der Knochen wieder aufgebaut, der abgebaut worden ist. Somit bleibt die Knochenmasse konstant. Bei der Krankheit Osteoporose ist dieses Verhältnis bzw. Gleichgewicht gestört.

Die Knochengesundheit hängt von einigen Faktoren ab. Ausreichende Bewegung, Ernährungsfaktoren und besonders von den hormonellen Gegebenheiten ab. Die Hormonungleichgewichte bzw. Defizite bei älteren Menschen sorgen dafür, dass die Knochen und auch die Muskeln weniger werden. Da auch die Muskulatur abnimmt, kann sie den Knochen weniger schützen und stützen und ist daher ein eigener Risikofaktor für Osteoporose. Wird mehr Knochen abgebaut, als neu wieder aufgebaut, geht Knochenmasse verloren. Daher verlieren die Knochen an Festigkeit sowie Stabilität und werden zunehmend poröser.

Aus diesem Grund steigt auch die Gefahr von Knochenbrüchen an. Da die Knochenmasse meist unbemerkt und schleichend abnimmt, sind die Knochenbrüche oftmals dadurch gekennzeichnet, dass sie ohne ersichtlichen, äußeren Grund geschehen. Im Extremfall kann schon zu schweres Heben oder ein Hustenanfall den Knochenbruch auslösen. Besonders gefähredete Knochen sind Wirbelkörper, Oberschenkelhals und das Handgelenk.

Ältere Menschen werden meist erst durch Schmerzen auf die fortgeschrittene Osteoporose aufmerksam. In diesem Stadium ist die Behandlung aufwendiger und zudem ist die Lebenqualität der älteren Senioren dadurch erheblich eingeschränkt.

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