Arthrose – Hilfe der Knorpel schwindet

Dezember 8, 2009 on 10:46 am | In Gesundheit | Keine Kommentare

Die Krankheit Arthrose ist die häufigste, gobale Gelenkerkrankung unter der die Menschen über 65 Jahren leiden. Betrachtet man nur die in Deutschland betroffenen Menschen kommt man auf eine Zahl zwischen acht und 10 Millionen. Arthrose kann jedes Gelenk im menschlichen Körper betreffen. Am häufigsten sind aber Knie-, Hüft- oder Schultergelenke betroffen. Zudem tritt Arthrose ebenso oft an der Wirbelsäule auf. Bei der verschleiß- oder altersbedingten Arthrose kommt es zu einer Reduzierung der Knorpelsubstanz. Zudem bildet sich am Rand der betroffenen Gelenke überschüssiger Knochen. Ist die Arthrose bereits fortgeschritten, ist der Knorpel vollständig abgebaut und schmerzend reiben die blanken Knochen aufeinander.

Betrifft die Arthrose das Kniegelenk, wird diese Krankheit auch als Gonarthrose bezeicht. Tritt sie hingegen an den Fingerendgelenken auf, nennt man sie Heberden-Arthrose. Die Fingerendgelenksarthrose ist häufig bei Frauen zu finden. Männer leiden verstärkt unter der Hüftgelenksarthrose, die auch als Koxarthrose bekannt ist. Sind mehrere Gelenke an Arthrose erkrankt, nennt man dieses Krankheit Polyarthrose, sie ist meist genetisch bedingt.

Die Knorpelerkrankung äußert sich zu Beginn durch Schmerzen bei starken Belastungen wie z.B. in den Kniegelenken beim ausgiebigen Joggen. Verschlimmert sich die Arthrose, treten die Schmerzen bereits bei normalen Alltagsbewegungen auf. Besonders charakterisierend ist der Startschmerz zu Beginn einer Bewegung, der dann schnell wieder nachlässt. Wird das Gelenk überlastet, können auch in Ruhephasen Schmerzen auftreten. Eine Überbelastung kann z.B. eine Entzündung des Gelenkes hervorgerufen, welches als aktive Arthrose bezeichnet wird. Menschen mit einer aktiven Arthrose klagen über eine Überwärmung, Schwellung oder einen Erguss im Gelenk, der die Schmerzen verursacht. Um Schmerzen zu vermeiden, kommt er zur Schonhaltung bzw. zu Schonbewegungen, durch diese dann andere Gelenke übermäßig belastet werden.

Häufige Ursachen der Arthrose können unter anderem sein:

  • Überbelastung
  • frühere Verletzungen wie z.B. Miniskenschäden durch Fußball
  • Gelenkfehlstellungen wie z.B. X- oder O-Beine
  • Genetische Belastungen
  • Gicht, baktierelle Infektionen oder chronische Darmerkranungen
  • Risikofaktoren sind: Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel

Bei Patienten, die unter Gicht oder chronischen Darmerkrankungen leider, oder bei denen dazu ein Verdacht bestehen könnte, sollten diese Ursachen gut diagnostizieren lassen. Die Diagnose unterstützen z.B. bildgebende Untersuchungsmethoden wie Röntgen, Ultraschall oder eine Computertomographie. Hier können die typischen Veränderungen an den Gelenken hervorgerufen durch die Arthrose erkannt werden. Zudem können Blutuntersuchungen oder die Untersuchung von Gelenksflüssigkeit auf eine Entzündung hinweisen. Einen genauen Einblick in das betroffene Gelenk erhalten die Ärzte durch eine sogenannte Arthroskopie, mit der sie das Gelenk und den Stand der Veränderung genau betrachten können.

Gängige Therapieverfahren sind z.B. Krankengymnastik oder Sport, mit diesen Methoden soll gezielt Muskelaufbau betrieben werden, sodass die Muskeln das betroffene Gelenk entlasten und schützen können. Auch Wärme-, Wasser- oder Elektrotherapie bringt den Patienten oftmals Linderung der Beschwerden. Sie entspannen die Muskulatur und sorgen für eine bessere Durchblutung. Orthopädische Hilfsmittel wie z.B. Einlagen oder Keilsohlen helfen den Gelenken, da sie eine Schonung herbeiführen und gegebenenfalls Fehlstellungen als Ursache der Arthrose korrigieren können. Die medikamentöse Therapie stellt die Schmerzlinderung in den Vordergrund. Akkupunktur weist nach einer Studie der Berliner Charité ebenso gute Ergebnisse auf, wie eine kombinierte Physiotherapie mit Medikamenten.

Im Falle einer schweren Arthrose kann eine Versteifung des Gelenkes Linderung bringen, die operativ vorgenommen wird. Häufig wird diese Therapieform bei der Arthrose an der Wirbelsäule eingesetzt. Einen Gelenkersatz setzt man häufig hingegen bei Knie- oder Hüftarthrose ein. Das künstliche Gelenk übernimmt dann die Funktion des vorherigen natürlichen Gelenkes und die Patienten sind wieder mobilisiert.

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