Wie die richtige Matratze zum gesunden Schlaf beiträgt

Dezember 20, 2016 on 11:28 am | In Allgemein, Gesundheit, Service & Infos für Senioren | Keine Kommentare

Etwa ein Drittel des Lebens verbringt der Mensch im Schlaf. Der Schlaf gibt dem Körper die Möglichkeit der Erholung. Der Schlafende verarbeitet das Tagesgeschehen und wichtige Stoffwechselvorgänge finden statt.

Casper Matraze Test Sehr wichtig ist, dass der Schlaf auch wirklich erholsam verläuft. Dabei spielt die richtige Matratze eine große Rolle.

Böses Erwachen bei der falschen Matratze
Wie man sich bettet, so liegt man. Ein alter Grundsatz, der bis heute seine Gültigkeit hat. Schläft der Mensch auf der falschen Matratze, können die Folgen unter Umständen fatal sein.

 

Mögliche Folgen:
• Rückenschmerzen bis hin zum Bandscheibenvorfall(!)
• Haltungsschäden
• Schlafprobleme
• Verspannungen
• Gelenkschmerzen

Für derartige Schäden ist nicht immer die Qualität der Matratze verantwortlich, sondern auch deren Auswahl, für die man selbst verantwortlich ist. Wird die falsche Matratze beschafft, kann auch ein sehr hochwertiges Produkt den Körper langfristig und nachhaltig schädigen.

Merkmale hochwertiger Matratzen
Eine sorgfältig gewählte Matratze sorgt dafür, dass sowohl in Rücken- als auch in Seitenlage die Muskeln entspannt und das Skelett gut gestützt wird. Besonders wichtig ist dabei, dass in Rückenlage die natürliche Doppel-S-Form der Wirbelsäule erhalten bleibt und in der Seitenlage die Wirbel vom Nacken bis zu den Lendenwirbeln eine gerade Linie bilden. Eine gute Matratze passt sich dem Körper individuell an. Die Maße einer Matratze sollten in der Breite 90 Zentimeter und in der Länge eigene Körpergröße plus 20 Zentimeter betragen. In der Höhe sollte die Matratze mindestens 16 Zentimeter betragen, denn gerade der männliche Körper muss an manchen Stellen bis zu 12 Zentimeter absinken können, um eine optimale Abstützung des Skeletts zu erreichen.

Gängige Matratzentypen
Zu den gängigen Matratzenmaterialien gehören Federkern, Kaltschaum und Latex.

Federkernmatratzen
Man unterscheidet zwischen zwei Typen:
a) Bonellfedermatratzen bestehen aus zahlreichen, miteinander verbundenen Metallfedern. Der Nachteil: Diese Matratze passt sich nur wenig der Körperform an und schwingt bei Bewegungen nach.
b) Taschenfederkernmatratzen sind vom Typ her genauso gestaltet, aber die Springfedern sind zusätzlich von Stoffsäckchen umhüllt. Der Vorteil dieser Matratze ist ihre hohe Punktelastizität. Das bedeutet sie gibt nur an den Stellen nach, an denen der menschliche Körper einsinkt.
Federkernmatratzen haben den Vorteil guter Luftzirkulation. Wärme und Feuchtigkeit werden schnell abgeleitet. Besonders Menschen die in der Nacht schwitzen, profitieren von diesem Material.

Kaltschaummatratzen
Kaltschaummatratzen bestehen aus Schaumstoff und waren früher wegen ihrer Härte verpönt. Dies hat sich mittlerweile geändert. Kaltschaummatratzen zeichnen sich durch eine hohe Punktelastizität aus und passen sich dem Körper gut an. Das Material leitet Feuchtigkeit ab, hält aber Wärme zurück. Geeignet ist dieser Typ besonders für Menschen, die Nachts frieren. Bei Kaltschaummatratzen ist das Raumgewicht für die Hochwertigkeit entscheidend: Experten raten zu mindestens 40 Kilogramm pro Kubikmeter.

Latexmatratzen
Latexmatratzen zeichnen sich durch eine sehr hohe Punktelastizität aus und sind besonders für Allergiker geeignet, da sie kein angenehmes Klima für Bakterien und Staubmilben bieten. Aufgrund des hohen Gummianteils sind Latexmatratzen mit einem Topper ausgestattet, der für Flüssigkeitsaustausch sorgt. Nachteil dieser Matratzen ist das relativ hohe Gewicht.

Der Härtegrad und andere Fallstricke
Die Hersteller von Matratzen teilen ihre Produkte in die Härtegrade hart, mittel und weich ein. Jedoch sind diese Angaben nicht genormt und können von Hersteller zu Hersteller variieren. Als Faustregel gilt: je größer das eigene Körpergewicht ist, desto höher sollte auch der Härtegrad der Matratze sein. Aber Vorsicht: Wird eine zu harte Matratze gewählt, können unangenehme Rückenschmerzen die Folge sein.

Vorsicht ist zudem bei den Siegeln der Stiftung Warentest geboten. Stiftung Warentest prüft nämlich verschiedene Kriterien von Produkten. Deshalb heißt beispielsweise ein Siegel für gute Materialqualität noch lange nicht, dass das auch die geeignete Matratze für das eigene Schlafzimmer ist.

Wer vor der Überlegung steht, eine Matratze zu kaufen, sollte nicht nur auf gute Qualität Wert legen, sondern auch die Möglichkeit nutzen, auf der Matratze ausführlich Probe zu liegen. Auch professionelle Beratung kann sich als sehr hilfreich erweisen.

 

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