Senioren: Früh für später planen

November 11, 2009 on 12:31 am | In Allgemein | Keine Kommentare

Von Senioren genutzte Wohnungen entsprechen oftmals nicht dem seniorengerechten Standard. Insgesamt leben ca. 93% der älteren Menschen in ihrer eigenen Wohnung. Die Betreuung in einem Pflege- oder Altenheim bzw. in einem betreuten Wohnung bilden immer noch die Ausnahme. Die meisten Senioren bleiben in ihren alten Wohnungen wohnen, auch wenn sie auf Pflege angewiesen sind. Insgesamt gibt es etwas 1,7 Mio. Pflegebedürftige Senioren, die älter als 65 Jahre sind.  Von diesem 1,7 Mio werden nach Angaben der aktuellen Pflegestatistik ca. zwei Drittel zuhause gepflegt.

Viele der Wohnungen, in denen die Senioren dann leben, entsprechen nicht den Bedürfnissen der Senioren. Häufig stellen Stufen oder Schwellen Hindernisse in der Beweglichkeit dar. In den alten Badezimmern sind oftmals hohe Duscheinstiege zu überwinden. Riskante enge oder zu hohe Wanneneinstiege präsentieren sich als Stolperfallen im Alter. Auch die Größe der Räume wie z.B. Badezimmer oder Flur sind nicht auf die Mannöver mit einem Rollstuhl geplant. Viel zu eng und oftmals zugestellt sind diese Bereiche der Wohnung. Nach Angaben des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen gibt es innerhalb Deutschlands rund 40 Mio. Wohnung, nur etwas 350.000 sind seniorengerecht ausgestattet. Wir sprechen also von nicht einmal einem Prozent.

Der Seniorengerechte Umbau liegt in der Hand der Eigentümer. Machen Sie Ihre Immobilie fit fürs Alter. Bereits in der Planungsphase sollten gewissen Standards fürs Alter berücksichtigt werden. Senioren wollen sich in ihrem Wohntraum ja auch im Alter wohlfühlen. Nachträgliche Umbauten sind meist erheblich teuerer, als wenn man es bereits zu Beginn mit umsetzt. Wir haben einige Tipps für Sie zusammengestellt:

  • Vermeiden Sie auf allen Zuwegen in den Garten oder zum Haus Treppen oder Schwellen
  • Planen Sie vor der Haustür genug Platz ein. 1,5 x 1,5m Bewegungsfläche für das Rangieren eines elektrischen Rollstuhles wird benötigt. Dieser Platz wird z.B. auch für junge Familien benötigt, um etwas den Kinderwagen abzustellen.
  • Breite Haustüren und auch Zimmertüren, damit ein Rollstuhl hindurch passt. Mindestens 90cm sollten die Zargen breit sein.  Wer nicht in jungen Jahren so große Türen braucht, kann sie mit einem breiten Sturz versehen. Der lässt sich im Alter einfach zurückbauen.
  • Barrierefrei bauen. Verzichten Sie auf verschiedene Ebene oder Treppenstufen im Wohnzimmer.

ThyssenKrupp Encasa

Auch im Nachhinein können Wohnungen noch Seniorengerecht umgebaut werden. Handläufe an den Treppen erleichtern den Weg und bieten Sicherheit. Stützgriffe für das WC, Wanneneinstiegshilfen, Duschsitze oder Badewannensitze erleichtern die täglichen Dinge im Badezimmer. Auch kann man in viele Treppenhäuser Treppenlifte einbauen, die den Weg nach oben oder unten für die Senioren vereinfachen.  Zudem können viele Alltagshilfen Senioren bei kleinen Dingen zur Hand gehen oder die Mobilität bzw. die Sicherheit unterstützen. Oftmals denkt man nicht, dass solch Kleinigkeiten Lebenqualität und Wohnkomfort in das Leben eines Seniors zurückbringen können.

  1. Alltagshilfen fürs Bad und WC
  2. Alltagshilfen Küche
  3. Alltagshilfen Körperpflege
  4. Alltagshilfen Mobilität
  5. Sehhilfen
  6. Hörhilfen
  7. Alltagshilfen Wohnen
  8. Alltagshilfen Schlafen
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