Erinnerungen an die Kindheit

November 25, 2008 on 1:12 am | In Allgemein | Keine Kommentare

Wie war das doch noch mal? Erinnerungen an die Kindheit und die Jugend sind meist recht dürftig. Den ersten Kuss, den ersten Freund oder ein gebrochenens Bein vergisst man mit Sicherheit nicht so schnell. So manches Detail erscheint noch Jahrzehnte später klar und deutschlich von dem eigenen, inneren Auge.

Wie weit die Erinnerungen zurückgehen, ist schwer zu definieren. Grundsätzlich ist es aber äußerst unwahrscheinlich, dass die ein Senior noch an Ereignisse vor seinem dritten Lebensjahr erinnert. Auch Erinnerungen an Erlebnisse vor dem sechsten Lebensjahr werden von Rentern meist recht unpräzise beschrieben. Noch sei Gedächtnisforschern weitgehend unbekannt, warum manche Eindrücke aus frühester Kindheit dem Rentner gar nicht oder nur teilweise im Gedächtnis geblieben sind.

Das Gehirn eines Kindes ist noch nicht vollständig ausgereift und bei Erinnerungen können sogenannte Kontextunterschiede eine wichtige Rolle spielen. Erlernt man etwas in einer bestimmten Umgebung (Kontext) und führt man das Gelernte auch immer nur in dieser Umgebung aus, wird sich ein Senior schwer tun, sich daran zu erinnern, wenn sich die Umgebung des Gelernten ändert. Zudem nehmen Kinden die Gegenstände aus einer anderen tiefer gelegten Perspektive war als zum Beispiel Senioren. Tische und Stühle erscheinen viel grüßer aus den Augen eines Kindes. Erst wenn man wächst, schrumpft die Umgebung auf das gewöhnlich Maß zurück.

Es stimmt zudem, dass man sich besser an die Dinge erinnert, die kürzer zurückliegen. Man sagt, vier Tage nach dem Ereignis erinnert man sich nur noch zu einem Viertel an das Erlebte. Denn der Mensch neigt dazu, auch nicht selbst Erlebtes in seine Erinnerungen zu verweben.

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